Jazz moods of the fifties

Besetzung

curtislange


K.-J. „Curtis“ Lange, Geburtsjahrgang 1942, in Lübeck, ist seit seiner frühen Jugendzeit der Jazzmusik verfallen. Seine erste Schallplatte mit dieser Musik besaß er mit 13 Jahren. Mit 17 Jahren begann er, Schlagzeug zu spielen. Er ist völliger Autodidakt. Unterrichtsmöglichkeiten für Jazz Schlagzeug gab es damals nicht. Gleichwohl ist er von früh an aufgetreten, in Tanzkappellen und Dixielandbands. Die Nachfrage nach tanzbarer Live Musik war zu der Zeit in der Gastronomie sehr groß, zahllose Amateurbands wurden für Tanzveranstaltungen engagiert.
Im Sommer 1962 , nach dem Abitur, wurde er vom Vibraphonisten Gunter Hampel engagiert, mit dessen Quintett er zwei Monate auf Tournee ging. Das Hampel Quintett spielte damals noch vorwiegend modernen Mainstream Jazz. Durch die Mitwirkung des Schweizer Altsaxophonisten Werner Lüdi hatte die Combo jedoch schon einen avantgardistischen Touch.
Nach dieser Tournee Erfahrung fiel der Entschluss, keine Karriere als Profi Jazzmusiker anzustreben und im Amateurstatus zu verbleiben. Neben dem Studium und während seiner beruflichen Tätigkeit als Diplom Psychologe im Bereich der Behandlung von Drogenproblemen hat ‚Curtis’ mit den verschiedensten Gruppen musiziert. In den siebziger und achtziger Jahren spielte er öfters mit dem Gitarristen Michael Melzer, dem Tenorsaxophonisten Helmar Marczinski und dem Altisten und Klarinettisten Ben Hansen.
Ab den achtziger Jahren immer mal wieder auch Engagements bei den ‚Bop Cats’ des Pianisten und Musikjournalisten Klaus Berger und bei der Band des Swing Klarinettisten Poldi Klein mit der Sängerin Marlies Prinz.

Seit 1994 war Curtis Lange regelmäßig bei den Donnerstag Jam Sessions im Hamburger ‚Birdland’ anzutreffen. Seine Liebe zu Jam Sessions , den „sounds of surprise“ hält bis heute an. Er ist sozusagen der dienstälteste Bebop Session Drummer im Hamburger Raum. In diesem Zusammenhang lernte er 2004 den Baritonsaxophonisten Max-Walter Herr kennen, dessen Stilistik ihm auf Anhieb zusagte und den er zur Gründung des „Quartet Cool“ gewinnen konnte.



Hendrik Meyer ist Gründer, Arrangeur und Komponist der Turner Hendrickxs Group. Neben seinem Studium der Jazzgitarre von 1992-1997 an der Hochschule für Musik in Hamburg unter Dieter Glawischnig spielte er jahrelang in der Bigband von Herb Geller, die später von Günther Fuhlisch geleitet wurde. Mit Letzterem spielte er auch in kleinen Formationen zusammen. Mit Herb Geller arbeitete er ebenfalls bei den Aufführungen dessen Musicals „Bakerfix“ in Frankfurt zusammen. Er wirkte zudem in diversen Operetten, Musicals, Produktionen neuer E-Musik (unter anderem einer Oper für E-Gitarre und Kammerorchester) sowie in Popproduktionen und verschiedenen Jazzcombos mit.
Zwischen 1993 und 1996 unternahm er mehrere Konzertreisen nach Russland, wo er auch Aufnahmen mit dortigen Musikern machte.
Seit 2003 kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Schlagzeuger Brian Melvin; gemeinsam mit dem Saxophonisten Ralph Reichert unternahmen sie mehrere Tourneen in Deutschland und Polen. In dieser Zeit sind zwei CDs entstanden.
Ab 2007 war Hendrik Meyer mit dem Trompeter Gary Barone auf Tour. Auch dies ist auf CD dokumentiert.
Neben seiner Tätigkeit als Gitarrist leitet Hendrik Meyer mehrere Big Bands und ist auf diversen Workshops als Dozent tätig.



Joachim Gerth, geb. 1938, wuchs auf mit klassischer Musik und entdeckte für sich während der Schulzeit den damals zeitgenössischen Jazz. (Auslöser war das Gerry Mulligan Quartet mit „Nights At The Turntable“.)

1956 kam er zum Studium der Anglistik und Romanisik nach Hamburg. Während der nächsten 10 Jahre spielte er als Tenorsaxophonist des Rudi-Werner-Quartetts vorwiegend hardbop-orientierten Jazz (u.a. im „Barett“).
Unter dem Eindruck von Paul Chambers, Ron Carter et al. begann er, sich immer stärker für den Bass zu interessieren, bis er Mitte der 60er Jahre beschloss, zu diesem Instrument überzuwechseln.

Die damaligen stilistischen Entwicklungen des Jazz gefielen ihm aber nicht mehr, weshalb er sich wieder der Klassik zuwandte.
In den 90er Jahren kehrte er zum Jazz zurück. Durch häufiges Auftreten im „Dennis`Swing Club“ gewann er wieder Anschluss an die Jazz-Szene. Seitdem ist er Bassist verschiedener, meist Hamburger Bands.



Als Schüler 1957 erste musikalische Gehversuche auf dem Tenorsaxophon. Entdeckt auf der Suche nach Orientierung eine 45er Schallplatte mit einem eindrucksvollen Foto eines ihm unbekannten Tenorsaxophonisten. Das Foto ist kaufentscheidend. Nicht nur den Namen des Saxophonisten, auch diese Musik hat er vorher noch nie gehört. Keine Melodie, viel zu schnell gespielt, hektisch, chaotisch … rätselhaft und faszinierend: Jazz. Die erste Berührung mit dieser Musik war der Cole Porter Song ‚It’s All Right With Me’. Die Platte hieß ‚Worktime’, der Saxophonist Sonny Rollins.
Dieses ‚erste Mal’ war prägend für die sich entwickelnden musikalischen Vorlieben und Ziele, die Wege einschließlich der Irr- und Umwege: bis zum Abitur Schülerbands, die ‚modernen’ Jazz spielen wollten. Saxophonist in einer Amateurbigband. Gründung eines Jazzclubs in der Heimatstadt Solingen, in dem namhafte, nationale und internationale Musiker (u.a. Mitglieder der Edelhagen Bigband) auftraten. Während des Architekturstudiums Anfang der 60er Jahre Teilnahme an Jazzworkshops u.a. bei Klaus Doldinger. Tenorsaxophonist in der temporären Bigband von Ingfried Hoffmann, dem Pianisten und Organisten des Klaus Doldinger Quartetts. Verschiedene Combos. Nach langer berufsbedingter Spielpause Wiedereinstieg zunächst mit wenig vertrautem Dixieland. Ein Geburtstagsgeschenk, ein Yanagisawa Baritonsaxophon, löst einen späten Neustart aus: Jazztheorie als Gasthörer bei Dieter Glawischnig an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, Unterricht bei Herb Geller, Workshops u.a. bei Peter Weniger, Ignaz Dinné, Paul Heller und Marcus Bartelt. Seit 2004 mit dem QUARTET COOL und seit 2010 mit dem SAXOTONES Jazz Quintett in der Hamburger Jazzszene aktiv.